Kirchen

Geschichte der Pfarrei Steinhaus

Als die Ahrntaler Gewerken um 1600 das Verwaltungszentrum Steinhaus für das Prettauer Bergwerk errichteten, bauten sie dort auch eine Kapelle. Sie bildete die Grundstelle der heutigen Pfarrei Steinhaus, der jüngsten Pfarrgemeinde im Ahrntal. Jahrhundertelang gehörten die Höfe und Häuser des heutigen Pfarrgebietes mehrheitlich zu St. Johann u. ein kleiner Teil zu St. Jakob, die Bevölkerung musste sonntags in die jeweilige Kirche zur Messe. 1649 wurde diese dann vergrößert und 1650 vom Brixner Weihbischof Jesse Perkhofer eingeweiht. Kirchenpatronin wurde die Heilige Maria von Loreto. Um 1704 wurde die Kirche Maria Loreto anstelle einer Vorgängerkapelle, die baufällig geworden war, durch die Besitzer und Betreiber des Bergwerkes von Grund auf restauriert. Die Einweihung erfolgte dann am 29. September 1704 durch den Fürstbischof Kaspar von Künigl (300 Jahre). Zu weihen waren nur die zwei Seitenaltäre, denn der schon konsekrierte Hauptaltar war erhalten geblieben.

Einer der Seitenaltäre war dem hl. Franz von Assisi, dem hl. Antonius von Padua und Joseph dem Bekenner geweiht, der andere den heiligen Bergbaupatronen Florian, Daniel und Barbara. Die Kirche Maria von Loreto wurde eine Wallfahrtskirche und wird auch heute noch von Wallfahrern und Bittgängern besucht.

1831 ging das Bergwerk und die dazugehörigen Gebäude in Steinhaus in den Besitz des Grafen von Enzenberg, also auch die Loreto Kirche.

1848 Das Benefizium wurde bis dato vom Ahrner Handel alleine finanziert. In Anbetracht des minderen Ertrages des Kupferbergwerks konnte die Kaplanei zu den alten Bedingungen aber nicht mehr weitergeführt werden. Die Kaplanei wurde zu einem freiwilligen Benefizium umgewandelt.

1893 Schließung des Kupferbergwerks. Graf Hugo von Enzenberg setzte Verwalter ein

Das Widum wurde 1911 erbaut, 1912 konnte der Pfarrer dort einziehen. Vorher wurden die Geistlichen im Ansitz Gassegg untergebracht.

Unter Alois Unterhofer wurde am 27. Dezember 1947 Steinhaus endlich als ordentliche Kuratie kanonisch errichtet.

Ab 1. Januar 1948 wurden eigene Matrikelbücher, auch für Todesfälle, geführt.

1959 wurde die ein halbes Jahr vorher kirchlich errichtete Pfarrei zu „Unserer Lieben Frau von Loreto“ staatlich anerkannt. In den 50er Jahren dachte man schon an einen Neubau. Ein Anbau der Loreto Kirche wurde 1959 vom staatlichen Denkmalpfleger in Trient abgelehnt.

  • 1967/68 ließ Pfarrer Ernst Wachtler die Loreto Kirche durchgehend renovieren.
  • 1970 wurde der neue Friedhof eingeweiht.
  • Es geschah dann lange nichts, die Bevölkerung nahm aber ständig zu.
  • Im Jahre 1985 beauftragte das kirchliche Denkmalamt unter Dr. Karl Gruber den Architekten Albert Colz aus Wengen den Plan für eine neue Kirche zu entwerfen.
  • Die künstlerische Ausstattung schuf der Bildhauer Mag. Art. Jakob Oberhollenzer aus St. Jakob.
  • Bei der Abstimmung der Bevölkerung im Februar 1992 stimmten fast zwei Drittel der Anwesenden dafür.
  • Im April 1992 erfolgte dann die Grundsteinlegung, und an Kirchweih, am 17. Oktober 1993 konnte Diözesanbischof Wilhelm Egger die neue Kirche „Maria Hilf“, in Anlehnung an das Loretoheiligtum, feierlich weihen.
  • Pfarrer Ernst Wachtler von 1955 bis 1997.
  • Pfarrer Gottfried Kaser von 1997 bis 2004
  • Ab 2004 Pfarrer Josef Profanter, mit Seelsorger Leschek Maria Put ab 2016